DFL_Seifert_Rummenigge_FCB„Ohne Zentralvermarktung können wir nicht überleben“, so die häufige Aussage vieler Klubmanager. Dieses Thema ist nicht neu, aber aktueller als je zuvor seit dem englischen TV-Deal vor wenigen Tagen. Der FC Bayern wollte nicht zum ersten Mal eine Einzelvermarktungs-Strategie.

Im Gegensatz zur Einzelvermarktung, also der „de-zentralen“ Variante, ist die Zentral-Variante solidarisch aufgebaut. In Deutschland zählt am Topf der TV-Gelder neben dem Leistungsprinzip auch der Solidaritätsgedanke: Sportlich erfolgreiche Vereine erhalten zwar mehr von den im Schnitt 641 Millionen Euro (1.Bundesliga 80%, 2.Bundesliga 20%), doch die Spanne ist überschaubar: Die Ausschüttungen in der 1. Bundesliga liegen zwischen maximal 5,8 Prozent für den Erstplatzierten und mindestens 2,9 Prozent für den Verein, der am Tabellenende auf Platz 18 steht.

Die englische Premier League hat nun vor wenigen Tagen einen neuen TV-Vertrag abgeschlossen, der von 2016 bis 2019 rund 9,5 Milliarden Euro (inkl.nationale Vermarktung) in die Kassen der Klubs spülen wird. Das sind knapp 3,2 Milliarden pro Saison. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant für die Saison 2016/17 mit Einnahmen in Höhe von 835 Millionen Euro (inkl.nationale Vermarktung). Für die Bundesliga-Manager dürfte das Arbeiten auf dem Transfermarkt durch die Entwicklung in England erschwert werden.

Ideen wie Verkürzung der Winterpause, erneute Spieltagsstreckung und Änderung der Spielzeiten sind die ersten Ideen einiger Klub-Funktionäre. Auch die Neuverhandlungen u.a. mit SKY (zahlte 2014 rund 485 Mio) wird eine entscheidende Rolle spielen dabei, ob die Schere zu stoppen sein wird.

Wir haben nun sämtliche Links zum Thema TV-Geld und Vermartkung zusammengesucht und hier bereitgestellt. Eine Menge an Lesematerial, aber durchaus interessant für die Interessierten Fussballfans.

Einnahmentabelle aktuell 2014/15 und Defintionen
Verteilung TV-Gelder
Zentrale & De-Zentrale Vermarktung
Ende der zentralen Vermarktung
DFL ändert Verteilung der TV-Gelder
Je mehr Fans desto mehr Geld ?
Zugpferde der Fussballbranche

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