Der Superbowl, noch vor dem CL-Finale und WM-Finale DAS Sporthighlight des Jahres. Im Hintergrund arbeiten die Profis, ganz andere Profis. In der NFL, der NBA oder auch im US-Baseball, gibt es von A-Z nur Fachleute, die die Klubs dort absolut professionell durchstrukturieren und vermarkten. Das sogenannte „Branding“. Auf deutsch: Entwicklung von Markennamen.

Auf der derzeitigen Audi-Tour inkl. ICC, wo der FC Bayern dran teilnimmt, es ist ebenfalls ein Branding. Eines deutschen Klubs, der global seine Marke stärken will und muss. Von den NFL/NBA-Klubs können sie eine Menge lernen, wie die beiden FCB-Funktionäre durch aktuelle Beobachtung bemerken können.

Das Forbes-Magzin brachte Anfang Juli eine aktuelle Liste der wertvollsten Sportvereine der Welt heraus. In den TOP TEN nur 3 Fussballklubs, Platz 2 Manchester United, 3 Real Madrid, auf 4 Barca. Erst ausserhalb, aber immerhin aufgeholt, der FC Bayern auf Platz 12. Ansonsten nur NFL, NBA und MLB-KLubs vertreten. Sie erledigen ein „Super-Branding“, trotz TV-Krise.

Uli Hoeneß war nun gemeinsam mit Marko Pesic, dem Geschäftsführer des FC Bayern Basketball, die Trainingsanlage des NBA-Klubs Philadelphia 76ers. Hoeneß war schwer beeindruckt von der hochmodernen Halle, schwärmte von der eben vorhin genannten „Struktur“ des Trainingszentrums und sagte: „Wenn wir mal so etwas machen würden, würden wir sicher hier nach Philadelphia kommen und uns das genauer anschauen. Es ist immer schön im Leben, wenn man noch etwas lernen kann.“

Auch in Bereichen wie der Spielanalyse sind die Amerikaner wesentlich weiter. Sehr viele Daten fließen in den Spielbetrieb ein, viele Daten für das Coaching, viele Daten werden verwertet während einer Partie. Ein ganzer Stab kümmert sich um die Verwaltung, Aufbereitung und Recherche. Davon können die deutschen Klubs nur träumen, und sie müssen reagieren, denn gerade die Premier Klubs nähern sich gewaltig den Amerikanern in Sachen Analytic. Gerade auch Trainingsformen werden oft teils teils übernommen aus dem US-Sport.

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