In der Regel bewegen sich die bekanntermaßen Aussenverteidiger bei Ballbesitzstarken Teams offensiv (Alaba, Kimmich), teilweise agieren sie Minuten lang als z.B. Robben/Ribery-Partner. Gefährlich nur: Kommt der Gegner in Ballbesitz nach einem Zweikampf oder Fehlpass, kann es sein, das in der entscheidenen Halbfeldzone (wo der AV sein sollte) nicht 100% abgesichert wurde, oder es eine Überzahl-Situation für Sekunden entsteht, und ein Gegentor. Hier kann schnell eine „situative“ 3er-Kette kurz aushelfen durch einen in der Nähe stehenden 6er oder defensiven 8er.

Niko Kovac hatte beim 2:3 gegen Manchester City beim ICC 2018 eine interessante Idee, die durchaus passen kann, denn es hat mit Speed zutun. Speed ist im modernen Fussball eine „Waffe“. 1 km/h schneller, und der Offensive schaffts die halbe Sekunde, die ihm bleibt, um den finalen Pass zu spielen oder aufs Tor zu zielen. Serge Gnabry sollte hier auf der Aussenposition Rafinha ersetzen im Spiel, er sollte schnell antizipieren die gegnerischen Aktionen in den Halbfeldern, was er auch tat, und was auch Konter erzeugte. Es war interessant zu beobachten und könnte mal was Neues sein beim FC Bayern. Nach Guardiola gab es keine neuen Ideen taktischer Natur.

Also alles gespiegelt: Den starken Offensiv-Spieler defensiv „basicen“, um ihn dann situativ „explodieren“ zu lassen. Der Offensive wird sicherlich seine Zweikämpfe und Tackles einigermaßen oder sogar noch stärker ausführen, da heutzutage Off-Spieler nicht weit von den Werten der Verteidigern entfernt sind, aufgrund der guten Nachwuchsausbildung.

Popularity: 1% [?]